Indymedia gegen Kritik am ESM

Bisher habe ich mir immer die Mitarbeiter bzw. Aktivisten von Indymedia (Independent Media Center ) als steinewerfende, sehr junge und vermummte Chaoten vorgestellt, die gegen den faschistischen Staat auf die Straße gehen, die gegen Angriffskriege (Afganistan, Kosovo) demonstrieren, in ihrer Freizeit Karl Marx Bücher lesen, Marihuana rauchen und von Hartz4 leben. Ein verkorkster Haufen von sozial Benachteiligten und Hobby-Revoluza, die in einer mehrheitlich bürgerlichen und daher eher der Revolution abgeneigten Gesellschaft leben und deshalb gezwungen sind Däumchen zu drehen.

Also eher junge Menschen, die eher den etablierten Mächten kritisch gegenüber stehen und hinter jeder Autorität eine kapitalistische Verschwörung vermuten. An sich zwar schlecht informiert und links indoktriniert, aber trotzdem nicht unbedingt unsympathisch. Politisch naiv, jung und noch nicht korrumpiert. Ich bewundere alle Menschen, die Ideale vertreten und nicht bestechlich sind, unabhängig von der jeweiligen politischen Einstellung, den links und dumm muss nicht für alle Zeiten links und dumm bleiben, denn Menschen werden erwachsen, lernen dazu und können irgendwann von den Guten bekehrt werden. Ein Prozess, den ich zumindest durchgemacht haben.

Doch diese naive Vorstellung von den Linksautonomen hat sich nicht bewahrheitet. Die neue Partei DIE FREIHEIT, eine eurokritische Partei, die 2010 gegründet wurde, wollte in Lüneburg einen Infostand aufstellen und über den ESM aufklären, einem Vertrag, der aus der EU eine undemokratische Finanzdiktatur machen würde und dadurch nicht gewählte EU-Bürokraten unbegrenzt Geld den Nationalstaaten entziehen könnten, also unsere Steuergeld, das wir erwirtschaftet haben. Den Verantwortlichen von Indymedia scheint es nicht sonderlich zu gefallen, das jemand einen Infostand aufmacht und versucht die Menschen vor diesem Ermächtigungsgesetz zu warnen. Die Revolutionäre haben gleich den Bürgermeister von Lüneburg (SPD) angerufen und darum gebeten durch „verwaltungsrechtlichen Maßnahmen“ diesen Infostand zu verbieten.

Und tatsächlich hatten sie damit Erfolg. DIE FREIHEIT darf nicht in der Innenstand Lüneburgs über die Gefahren vom ESM aufklären. Der ESM, ein Herzensanliegen von Angela Merkel, der CDU, der SPD, der FDP und den Grünen wird dank Indymedia in Lüneburg auf keine Kritik stoßen. Auch in anderen Artikel hat sich Indymedia sehr zurückhaltend gezeigt und lediglich angemerkt, das der ESM eine Inflationierung der Schuldenkrise verursachen würde. Eine unzulässige Verharmlosung. Folgende Tatsachen werden den Lüneburgern dank Indymedia verborgen bleiben:

Wer weiß. Vielleicht bekommt Indymedia ja EU-Fördergelder für ihre positive bis verharmlosende Berichterstattung und für ihr Engagement gegen ESM-Kritiker. Indymedia scheint zu einem Organ der Etablierten verkommen zu sein.


One Comment on “Indymedia gegen Kritik am ESM”

  1. Pichelsberg sagt:

    ICh setz mich jetzt mal hin und verdampfe mir mein Hirn *lach* Ist definitiv gesünder
    wie Marihuana zu rauchen😉


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